Turings Nachahmungsspiel bis 2000 (Prognose 1950)

Turings Schlussprognose aus „Computing Machinery and Intelligence“, Speichergröße und Täuschungsrate im Nachahmungsspiel, Einordnung für das Jahr 2000.

teilweise eingetreten Bezugsdatum: Alan Turing (Mind, 1950)

Aussage

Bis zum Jahr 2000 werden Computer mit etwa 10⁹ Bit Speicher das Nachahmungsspiel so gut spielen, dass ein durchschnittlicher Fragesteller nach fünf Minuten Befragung nicht mehr als 70 Prozent Chance hat, die richtige Zuordnung (Mensch vs. Maschine) zu treffen.

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Einordnung (Stand Jahr 2000)

Speicher: Etwa 10⁹ Bit (rund 125 MB) war für PCs um 2000 alltäglich, dieser Teil der Prognose war eher vorsichtig als kühn.

Leistung im Nachahmungsspiel: Kein System erfüllte 2000 Turings Verhaltensmaßstab in einem fairen Blind-Text-Setup dauerhaft: Fragesteller erkannten Maschine vs. Mensch oft deutlich besser, als die ≤70 %-Trefferquote nahelegt. Frühe Chatbots (z. B. ELIZA-ähnlich) täuschten in engen Demos, hielten unter Prüfung aber nicht stand.

Urteil: Teilweise eingetreffen, Hardware ja; das Täuschungskriterium nein (spätere Dialogsysteme greifen denselben Maßstab wieder auf).