Theorie des toten Internets

Eine Randthese aus der Netzkultur (ca. 2021): Der sichtbare Web-Inhalt und viel „Engagement“ stammen überwiegend von Bots, Spam oder KI, nicht von echter menschlicher Aktivität.

Die Theorie des toten Internets behauptet, das „lebendige“ Internet sei weitgehend synthetisch: automatisierte Posts (teils über KI-Agenten), koordiniertes unechtes Verhalten und, zunehmend, Texte und Bilder von LLMs und anderen Systemen der generativen KI verdrängten echte Gespräche.

Das ist kein etablierter Forschungskonsens; sie vermischt echte Probleme (Bot-Netzwerke, SEO-Spam, Engagement-Köder) mit unbelegbaren Übertreibungen. Trotzdem ist sie in der Debatte um KI ein prägnanter Verweis auf Sorgen um synthetische Medien, Plattform-Manipulation und die Frage, wie man online Mensch und Maschine noch unterscheidet (vgl. Turing-Test). Nicht zu verwechseln mit der technologischen Singularität.